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22.06.2015 Kategorie: Dies & Das

Ein Reisender, der mich geprägt hat

Persönliches Kennenlernen mit Arved Fuchs in Magdeburg

Blogparty zum Thema: „Welche Reisebekanntschaft oder welcher Reisende hat dich am meisten geprägt?“

Mein Blog- und Pilgerbekannter Christoph hat mich zur Blogparty eingeladen.

Seine Seite jakobsweg-kuestenweg.com feiert ihren ersten Geburtstag und ich bin dabei! Mit einer Geschichte, die eine Antwort auf die Frage: „Welche Reisebekanntschaft oder welcher Reisende hat dich am meisten geprägt?“ geben wird, stürze ich mich in das (Blog-) Partyleben! Also, fangen wir an ...

 

Was für eine Frage

 

Wer mich geprägt hat? Eine interessante Frage, die ich als Journalistin meinen Interviewpartnern auch gern stelle. Allerdings nehme ich dabei selten Bezug aufs Reisen, sondern möchte wissen, wer ein Leben generell beeinflusst hat. Selten kommt die Antwort wie aus der Pistole geschossen und einige Minuten des Grübelns gehen ihr voraus.

Ich bin Berufsreisende und die Auseinandersetzung mit der Frage, welcher reisende Mensch mich geprägt hat, regt mein Gedankenkarussell ordentlich an. Um sie beantworten zu können, muss ich eine Zeitreise machen. Also: Anschnallen bitte! Wir düsen in die Vergangenheit, landen in einer Grundschule, in einem Klassenzimmer mit einer freundlichen Lehrerin und ihren 28 Schülern. Das Mädchen, das – zusammen mit seiner besten Freundin – vorn in der ersten Reihe sitzt, bin ich …


Unterrichtsstunde der Klasse 3B

 

Die Klasse 3B schaut erwartungsfroh nach vorn und lauscht den Worten der dunkelhaarigen Klassenlehrerin: „Was wollt ihr später einmal machen?“, will diese heute wissen. Ich überlege kurz und dann schnellt mein dünnes Ärmchen auch schon nach oben.

„Ja. Mady bitte.“, lasse ich mir das Wort erteilen und platze heraus:  „Ich möchte um die ganze Welt segeln und ein Buch darüber schreiben!“ Stolz über meinen grandiosen Einfall, lächele ich meine Lehrerin an. Meine Banknachbarin nickt anerkennend.

 

Wie es dann weiter ging …

 

Einige Zeit später schenkte mir mein Vater das Buch „Survival-Abenteuer vor der Haustür“ von Rüdiger Nehberg – dem Mann, der sich regenwurmschlemmend durch Deutschland schlug. Ich begann die Abenteuerberichte diverser Reisender, wie Jon Krakauer und Heidi Howkins, zu verschlingen, tauchte ein, in neue Welten, stellte mir vor, wie ich selbst auf den Gipfeln dieser Welt stehen würde und im dichten Dschungel meine Spinnenphobie bekämpfen würde.

Ich reiste so durch die Seiten der Reiseberichte, bis ich eines Tages das Buch „Grenzen sprengen“ von Arved Fuchs ihn die Hände bekam. Mit diesem Text begann ein Sprint, ein fieberhafter Run durch die Buchstaben, Wörter, Sätze. In diesem Buch erzählt Fuchs spannend und unterhaltsam von seinen verschiedenen Projekten und davon, was ihn zu dem gemacht hat, was er heute ist: ein erfolgreicher Expeditionsleiter, der beharrlich seinem eigenen Weg folgte – einem Weg, der ihn oft die eigenen Grenzen sprengen ließ. Das hat mich zunächst inspiriert und dann mitgerissen. Ich las das Buch einmal, zweimal, dreimal und wusste, dass ich ebenso gern wie Arved Fuchs die Welt entdecken und darüber berichten möchte.

 

Was Arved Fuchs so zu sagen hat

 

Fuchs schreibt: „ […] Dennoch bin ich allen Widrigkeiten zum Trotz meinen Weg gegangen und gehe ihn auch weiter. Mittlerweile mit einer Selbstverständlichkeit, als hätte es für mich nie eine andere Möglichkeit gegeben. Aber das war nicht immer so. Auch bei mir gab und gibt es Phasen des Selbstzweifels, der Ängste und der Unsicherheit. Das ist gut, und das ist wichtig so! Die Frage ist nur, wie gehe ich damit um? Lasse ich mich davon blockieren oder nutze ich sie, um einen Schritt weiter nach vorn zu gehen?“

 

Ich bin neugierig auf die Welt

 

Klar, Ziel ist es, immer einen Schritt nach vorn zu gehen. Genau danach lebe auch ich heute. Ganz unmittelbar wandere ich bei meinen Pilgerreisen immer Stück für Stück voran, spaziere aber auch beruflich gern immer weiter. Als freie Autorin und Journalistin steht es für mich auf der Tagesordnung, mich immer mal wieder neu zu erfinden, neue Projekte in die Welt zu setzen, Experimente zu wagen und innovative Ansätze zu suchen. Ich bin neugierig auf den Weg, der vor mir liegt – im übertragenen und wirklichen Sinne.

 

 

Ach ja: Das Mädchen, das in der 3. Klasse noch glaubte, es würde um die Welt segeln, wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass es wahnsinnig schnell seekrank wird und deshalb doch lieber per Zug, Anhalter und zu Fuß den Globus erkunden wird … ;-)

 

Blogparty - Hier geht`s lang ...

 

Lust auf die Stories der andere teilnehmenden Blogger? Dann Partyoutfit anziehen, Cocktailglas auffüllen und rein ins Getümmel: http://jakobsweg-kuestenweg.com/2015/05/26/reisegeschichten-blog-party/ ‎


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